28. Dezember 2006

» Nayela

| Abgelegt in "Barfuß in Brasilien" von Wiebke J. / VAJA um 15:50

wiebke-und-nayela.JPGIch habe vor einer Woche ein Mädchen auf der Strasse kennengelernt, Nayela. Nayela hat die ganze Zeit versucht mir zu sagen, das sie gerne nach Hause will zu ihrer Mama. Leider war sie so high von dem Klebstoff, dass sie alleine schon eine Minute gebraucht hat um die Worte zu finden und auch dann konnte ich sie kaum verstehen. Nayela hat riesige dunkle Augen und irgendwann haben wir beide uns gegenüber gesessen und uns minutenlang in die Augen geschaut. Ihre Augen waren am Anfang so furchtbar leer, dass ich mich richtig erschrocken habe. Irgendwann fing sie dann an zu weinen ich habe ihre Hand genommen und wir haben uns immer noch angeschaut, bis wir dann beide anfangen mussten zu lachen und nicht wieder aufhören konnten. nayela.JPGDas Spiel haben wir bestimmt 10 Minuten gespielt. Ich habe mich dann plötzlich in ihren Augen gespiegelt… das war merkwürdig. Ich weiss gar nicht, wie ich diese Geschichte erzählen soll, ohne das sie ins Kitschige abgleitet… .Durch unsere Augenkonversation hat Nayela irgendwie vergessen, dass sie noch ne Flasche Klebstoff hat und so wurden ihre Augen plötzlich immer klarer. Als wenn man Ölfarbe ins Wasser gibt, die am Anfang im Wasser unter der Oberfläche schwimmt und dann irgendwann nach oben kommt und aufspringt und voll die schönen Muster macht. Plötzlich konnte ich in ihren Augen lesen und wir haben ganz lange einfach nur so da gesessen, bis sie plötzlich anfing, ganz normal zu sprechen und wieder sagte: …

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27. Dezember 2006

» Weihnachten auf der Straße in Brasilien…

| Abgelegt in "Barfuß in Brasilien" von Wiebke J. / VAJA um 15:43

Fuer alle die es noch nicht wussten: Ich (die Wiebke)bin jetzt seit drei Monaten in Fortaleza im Nord-Osten von Brasilien und arbeite hier mit Strassenkindern. Zum einen in einem dafuer angelegten Dorf und natuerlich auch dirket mit den Kindern auf der Strasse.Ab jetzt werdet ihr alle was von meinen kleinen Anekdoten und Anekdoetchen haben, da ich sie im Strassenblog von meinem Lieblingsverein VAJA e.V. veroeffentlichen werde. (Die alten Geschichten kommen noch nach!)

Kurz zur Erklaerung der nun folgenden Namen:

Bernardo: Der Gruender des kleinen Nazareno. War frueher Franziskaner Moench, ist dann aus dem Orden ausgestiegen, und hat vor 12 Jahren den kleinen Nazareno aufgebaut. Es gibt ein Dorf in Receife, weiter im Sueden und eben das dorf in Fortaleza, in dem ich jetzt seit 3 Monaten bin.

Emanuel und Samuel:Meine Brasilianischen Freunde, die ich hier kennengelernt habe und die natuerlich genauso freakig sind, wie ich.

Peter: Ein Praktikant aus Deutschland, der zurzeit mit mir und 2 anderen im Praktikantenhaus im sitio lebt, und seinen dialekt aus Karlsruhe auch in Brasilainische mit einbaut, womit ich ihn immer wieder aufziehe (ist aber auch zu komisch!:))

weihnachtsfeier-am-lagoa.JPGThe big chilling B., wie wir Bernardo mittlerweile getauft haben (abgekürzt auch BCB) hat zum Feste geladen, und zwar am Terminal “Lagoa”. Der Bushaltestelle, an dem sich mittlerweile die meisten Strassenkinder Fortalezas aufhalten. Am 20.12. um 19.00 Uhr. Dort wurden Meterweise Tische aufgebaut und Stühle, und es gab warmes Essen für ca. 60 Kinder. Außerdem hat eine Theatergruppe gespielt und eine andere Gruppe gesungen und …

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23. Dezember 2006

» Einfach mal was Blaues in den Himmel erzählen…

| Abgelegt in "Sprach-Salat" von Dennis / VAJA um 15:36

Die VAJA-KollegInnen sind alle studierte Leute: Sozialarbeiter, Theaterpädagogin, examinierte Pädagogin, Sozialwissenschaftler etc. Alle haben einen Abschluss an einer Uni oder FH bzw. sind auf dem Weg dorthin (im Falle unserer studentischen MitarbeiterInnen). Allerdings sind auch Akademiker der deutschen Sprache nicht immer 100%-ig mächtig. Besonders bei Sprichworten haben VAJAner einige Schwächen. Hier eine kleine Auswahl vermurkster Redewendungen aus der jüngeren Vergangenheit:

“Das wird nicht so heiß gegessen, wie es gesagt wurde.”
“Wir sind dann abgehauen, weil wir dem Braten nicht getraut haben.”
“Man kann denen mit so einer Geschichte auch mal richtig vor den Latz fahren.”
“Der Film war unter aller Gürtellinie.”
“So schnell kann man gar nicht husten.”
“Da sind ein paar Geschichten an uns herangetreten worden.”
“Dunkle Wasser sind tief.”
“Da streiten sich die Geister.”
“Der hatte gestern ne ziemlich offene Ader.”
“Wir waren da der Präsidentsfall.”
“Sie wirft ihre Anker in alle Richtungen aus.”
“Die kann doch nicht so einfach was Blaues in den Himmel erzählen.”

Die Urheber der Zitate verschweige ich an dieser Stelle. Gesagt sei nur, dass sich in der Sache eigentlich niemand durch Perfektion auszeichnet. Allen Interessierten sei auch die MitarbeiterInnen-Rubrik dieser Homepage ans Herz gelegt, wo noch weitere Sprichwortkracher zu finden sind.

In diesem Sinne: “Jetzt ist aber mal Schluss im Schacht!”

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15. Dezember 2006

» Horn-Lehe

| Abgelegt in "Allgemein" von Jessi / Horn-Lehe um 04:19

Hey Dennis & Guido,

die Seite von Vaja ist ya richtig gut geworden.. das mit dem Blog hab ich zwar zuerst net so verstanden aber yetze gehtz hihi.. Ich wollte eigentlich auch nur mein persönliches Statement abgeben und zwar finde ich es sehr beeindruckend was ihr für uns Jugendlichten tut (bzw. getan habt). Ich finde es sehr sehr wichtig das es Sozialarbeiter in Stadtteilen bzw. im allgemeinen gibt. Uns in Horn hat es sehr geholfen.. wenn man nur daran denkt wie hoch die Kriminallität bei uns war! Zwar lag es auch ein wenig an den Leuten, die sich verändert haben aber trotzdem habt ihr auch vieles bewirkt indem ihr für uns da wart, mit uns geredet habt oder euch einfach nur yeden Dienstag(vorher auch noch Freitags ~g~) mit uns getroffen habt. Für diese Zeit danke ich euch so sehr und ich werde mich immer daran erinnern das ich Yahre lang Streetworker hatte ;) Damit meine ich natürlich auch Imke & Annika! Aber besonders gut hab ich mich natürlich mit euch (Guido & Dennis) verstanden ;) Hoffentlich bleibt der Kontakt weiterhin bestehen und vergesst net die tollen Sachen die wir erlebt haben! Vielen Dank!!! Küsschen Jessi

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13. Dezember 2006

» Tenever Youngstars

| Abgelegt in "Cliquen in Aktion, Regionalteam Ost" von Mutlu / VAJA um 13:51

tenever-youngstars-das-er.gif

Das Regional Team Ost (Tenever: Assal und Mutlu) haben die Jungs in den letzen Jahren erfolgreich begleiten können. Die Tenever Youngstars haben in Tenever schon einige Titel feiern können z.B. den Tenever Cup oder auch im letztem Jahr die Jungendliga (Sportgarten) für sich entscheiden können. In diesem Jahr hat es leider nur für das Halbfinale der Fußball WM im Sportgarten gelangt. Sie mussten sich Holland geschlagen geben. Trotz allem ist die Mannschaft die erfolgreichste Straßenmannschaft aus Tenevercity.

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12. Dezember 2006

» Stadtteilbesuch

| Abgelegt in "Allgemein" von Isabell / VAJA um 13:20

Wir laufen durch den Stadtteil und eruieren. Wir treffen einen Jugendlichen und kommen mit ihm ins Gespräch, wie er sich so fühlt im Stadtteil und ob es genug Angebote für Jugendliche gibt. Wir werden persönlicher und fragen, ob er einen Ausbildungsplatz hat. Er, stolz wie Oskar sagt ja hätte er, als Koch. Wir sagen:”Oh, das ist doch toll, ist ja auch nicht so leicht einen zu bekommen.” ER:”Na ja, hab ich auch über Beziehungen bekommen.” Wir: “Ah ha, hattest du ein bissel Vitamin B?” Er stockt und sagt:” Na ja, Vitamin C nimmt er auch gerne zu sich, ist ja auch wichtig und so, aber eigentlich isst er auch gerne Fleisch und nicht immer so gesund.”

Sobald er außer Reichweite war konnten wir nicht anders als die nächste halbe Stunde zu lachen. Es hat sogar Potential zum running Gag!

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11. Dezember 2006

» Willkommen zum Straßen-Blog!

| Abgelegt in "Allgemein" von Dennis / VAJA um 11:23

strassen-blog.JPGSo, hat lange genug gedauert, aber jetzt ist es endlich soweit. Der Straßen-Blog wartet darauf, gefüttert zu werden.

Im Straßen-Blog können alle VAJA-MitarbeiterInnen und die Jugendlichen aus den VAJA-Cliquen Einträge schreiben.

Als Streetworker werden wir von Jugendlichen gerne mal für Zivil-Cops gehalten. Oder wir werden gefragt, ob wir sonst keine Freunde haben und deshalb fremde Leute ansprechen. Kleine Anekdoten aus dem Arbeitsalltag, Kommentare zu gemeinsamen Aktionen, besondere Erlebnisse von der Straße die es wert sind, erzählt zu werden. Im Prinzip alles, was man bisher gerne den Kollegen, im Freundeskreis, dem Partner oder der Schwiegermutter erzählt hat - schmunzelnd, nachdenklich, verärgert, …

Der Straßen-Blog soll aber auch besonders dazu da sein, die VAJA-Jugendlichen zu Wort kommen zu lassen. Auch Ihr könnt wahrscheinlich eine Menge von der Straße berichten. Wie das funktioniert, seht Ihr in der blauen Spalte rechts. Schickt eine Mail mit Euren Daten und ich richte Euch ein Benutzerkonto ein. Dann steht dem Bloggen nichts mehr im Wege!

Und wer weder VAJA-MitarbeiterIn noch Jugendliche(r) ist und Lust hat, was zu schreiben, kann trotzdem gerne bei mir nachfragen. Wer keinen Scheiß schreibt, ist hier willkommen!

Das Ding lebt natürlich von Eurer Beteiligung - also haut in die Tastatur!

Beste Grüße von mir & viel Spaß beim Schreiben!

Dennis

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