19. September 2007
Ein lieber VAJA-Kollege äußerte sich heute wie folgt, als wir in einem Bremer Stadtteil eine Ecke durchquerten, die im Sprachgebrauch der Polizei inzwischen als Gefahrenort bezeichnet wird:
“Hier möcht ich ja auch nicht begraben über’m Zaun hängen.”
Ich selbst hoffe auch, dass das noch dauert. Ich möchte schließlich noch möglichst lange in den Genuss derartig schöner Sprichwort-Kreationen kommen!
14. September 2007
Ansage aus der Koordinierungsrunde (sowas wie anderswo die Dienstbesprechung) von dieser Woche:
“Wir müssen uns das für nächsten Montag auf den Schirm schreiben.”
Aaah, ja …
12. September 2007
Vor einiger Zeit berichtete ich schon einmal über ein paar sprachliche Ausrutscher im VAJA-Kollegium. Was soll ich sagen? Die Lage bleibt unverändert. Und da ich mir ziemlich sicher bin, dass das auch weiterhin so bleibt, eröffne ich heute mit dem insgesamt dritten Eintrag zu diesem Thema feierlich die Kategorie Sprach-Salat. Täterätäh!
“Hier brennt der Bär.”
“Ich will da niemandem an den Kragen pissen.”
“Ich sage das unter dem Deckel der Verschwiegenheit.”
“Ihr habt den Zug der Zeit verpennt.”
“Da haben sich dann sofort Gerüchteküchen verbreitet.”
“Da war der Vater der Wunsch des Gedanken.”
“Dir sitzt wohl der Schabernack im Nacken.”
“Wahnsinn, was Du immer so aus der Hüfte zauberst.”
“Dem würde ich auch gerne mal die Meinung blasen.”
“Wenn Du nicht aufpasst, führt der stundenlange Monologe mit Dir.”
“Sie versucht alle Baustellen gleichzeitig zu stopfen.”
“Da habe ich sofort gemerkt, wo der Hase hängt.”
Und falls dies nicht zur Erheiterung beiträgt, haltet es mit dem Journalisten-Kollegen, der uns neulich besuchte und sagt mir: “Damit lockt man auch niemanden hinter den Ofen.” Na, dann…
4. September 2007
Eine Kollegin, die hier nicht namentlich genannt werden möchte, übersendete mir für die VAJA-Homepage den selbstgestalteten Flyer zum anstehenden Mädchen-Aktionstag. Eine weitere Kollegin, die hier nicht hat ihn gegengelesen und für fehlerfrei befunden. Aber: Weit gefehlt!!! Ich jedenfalls habe jetzt eine neue Idee für die nächste Aktion mit Jugendlichen. Und soviel verrate ich jetzt schon: Es hat mit einem asiatischen Koch-Utensil zu tun.

23. Dezember 2006
Die VAJA-KollegInnen sind alle studierte Leute: Sozialarbeiter, Theaterpädagogin, examinierte Pädagogin, Sozialwissenschaftler etc. Alle haben einen Abschluss an einer Uni oder FH bzw. sind auf dem Weg dorthin (im Falle unserer studentischen MitarbeiterInnen). Allerdings sind auch Akademiker der deutschen Sprache nicht immer 100%-ig mächtig. Besonders bei Sprichworten haben VAJAner einige Schwächen. Hier eine kleine Auswahl vermurkster Redewendungen aus der jüngeren Vergangenheit:
“Das wird nicht so heiß gegessen, wie es gesagt wurde.”
“Wir sind dann abgehauen, weil wir dem Braten nicht getraut haben.”
“Man kann denen mit so einer Geschichte auch mal richtig vor den Latz fahren.”
“Der Film war unter aller Gürtellinie.”
“So schnell kann man gar nicht husten.”
“Da sind ein paar Geschichten an uns herangetreten worden.”
“Dunkle Wasser sind tief.”
“Da streiten sich die Geister.”
“Der hatte gestern ne ziemlich offene Ader.”
“Wir waren da der Präsidentsfall.”
“Sie wirft ihre Anker in alle Richtungen aus.”
“Die kann doch nicht so einfach was Blaues in den Himmel erzählen.”
Die Urheber der Zitate verschweige ich an dieser Stelle. Gesagt sei nur, dass sich in der Sache eigentlich niemand durch Perfektion auszeichnet. Allen Interessierten sei auch die MitarbeiterInnen-Rubrik dieser Homepage ans Herz gelegt, wo noch weitere Sprichwortkracher zu finden sind.
In diesem Sinne: “Jetzt ist aber mal Schluss im Schacht!”