Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Cliquen

Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Cliquen „Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Cliquen“ war 1992 Gründungsprojekt des VAJA. Zielgruppe sind Jugendliche, die als rechtsextrem orientiert bzw. rechtsradikal bezeichnet werden und/oder durch extrem intolerante Verhaltensweisen im Sinne von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auffallen.





Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten CliquenDie Arbeit ist aufsuchend, d.h. sie findet dort statt, wo sich die Jugendlichen aufhalten. Dies können neben Spielplätzen, Parkbänken und Einkaufszentren auch alle anderen Orte im öffentlichen Raum sein, die von Jugendlichen als Treffpunkte genutzt werden. Das Team Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Cliquen ist nicht an Stadtteile gebunden, sondern arbeitet im gesamten Bremer Stadtgebiet. Die langjährige Erfahrung der Akzeptierenden Jugendarbeit im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen hat gezeigt, dass sich diskriminierende Einstellungen, intolerante Mentalitäten, fremdenfeindliche Gewalt und selbstzerstörerische Verhaltensmuster oft erst dann ändern, wenn die Jugendlichen andere, positivere Strategien der Lebensbewältigung kennen lernen und diese für sich als sinnvoller erachten. Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten CliquenDieser Prozess sowie die Entwicklung von Eigenverantwortung und Wertschätzung anderer wird von den MitarbeiterInnen begleitet.

Die Arbeit mit rechten Cliquen und die Auseinandersetzung mit rechtsextrem und menschenfeindlich orientierten Einstellungsmustern hat klare Grenzen.

Diese sind erreicht:

Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten CliquenDen Jugendlichen Grenzen zu setzen bedeutet nicht, sie auszugrenzen oder ihnen mit Verboten zu begegnen. Im Mittelpunkt der Arbeit mit rechten Jugendcliquen steht eine offensive Konfrontation der Jugendlichen mit anderen Konfliktlösungsstrategien, Denkweisen und Lebensmustern durch die PädagogInnen. Die Akzeptanz des Gegensätzlichen ist Ausgangspunkt von Einmischungs- und Veränderungsprozessen. Geeignete Methoden sind z.B. Diskussionen zu führen, verbale Auseinandersetzungen einzugehen, Widersprüche aufzuzeigen, Schwerpunktthemen aufzugreifen und den Jugendlichen ihre Verhaltensweisen zu spiegeln.

Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten CliquenAkzeptierende Jugendarbeit begleitet in der praktischen Arbeit ausschließlich Jugendliche, weil sie in dieser Lebensphase nach Orientierungen suchen und in der Regel noch kein festgefügtes rechtsextremes Weltbild haben. Durch das Erweitern von Handlungs- und Erfahrungsspielräumen sowie das Initiieren und Aufrechterhalten des Dialoges mit den Jugendlichen werden Veränderungsprozesse möglich. Grundlage ist dabei eine vertrauensbildende Beziehungsarbeit. Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Sexismus und andere Elemente von Rechtsextremismus bzw. Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit können in diesem langfristigen Prozess wirkungsvoll reduziert werden. Häufig werden rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen dadurch gefördert, dass sich Jugendliche von ihren Familien, den Gleichaltrigen, ihrem Stadtteil oder der Gesellschaft insgesamt wenig anerkannt oder sogar ausgegrenzt fühlen. Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Cliquen hat deshalb insbesondere zum Ziel, eine (Re-)Integration der Jugendlichen zu erreichen. Der Erfolg demokratischer Partizipationsformen ist Voraussetzung für eine Distanzierung zum rechtsextremen Spektrum.

Die Arbeitsschwerpunkte der Akzeptierenden Jugendarbeit mit rechten Cliquen haben sich immer wieder verändert und erweitert. Sie unterliegen u.a. jugendkulturellen und gesellschaftspolitischen Einflüssen. Darüber hinaus müssen Veränderungsprozesse der rechtsextremen Szene und neue Strategien ihrer Organisationen und Protagonisten in der praktischen Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen berücksichtigt werden. Unter dem Titel Distanz(-ierung) durch Integration wurde deshalb im Jahr 2004 eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Akzeptierenden Jugendarbeit erarbeitet und veröffentlicht, die seitdem vom Team umgesetzt wird. Begleitet wurde dieser Transfer durch eine dreijährige externe Evaluation - die bundesweit erste dieser Art für pädagogische Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen - die Prof. Kurt Möller von der Fachhochschule Esslingen durchführte.

Die Erfahrungen und das Wissen über rechtsextreme Jugendkultur werden von den MitarbeiterInnen zudem dafür genutzt, Eltern und Angehörige von rechtsextrem orientierten Jugendlichen zu beraten.

Kontakt:
VAJA e.V.
Akzeptierende Jugendarbeit mit rechten Cliquen
Hinter der Mauer 9
28195 Bremen

Tel.: 0421/76 266
Fax: 0421/76 252
Mail: recl@vaja-bremen.de


» Die Infos zum Team Rechte Cliquen als pdf

rote karte gegen rechtsparitätischer wohlfahrtsverband

Internet: construktiv

Aktuelles

Ausgehtipps von VAJA

Ausgehtipps

2012 gibt es VAJA seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass durften wir im Bremer Veranstaltungsmagazin MIX acht ausgewählte Ausgehtipps für Januar 2012 beisteuern. Also ab auf die Piste!

» VIP-TIP im MIX, Januar 2012

Weihnachtsgrüße

Früher war mehr Lametta!

...und heute wünscht das VAJA-Kollegium allen, aber besonders den Bremer Jugendlichen, eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2012!

Gastronomie-Ratgeber

Gastronomie-Ratgeber

In einer Pressekonferenz am 02.12.11 stellten pro aktiv gegen rechts u.a. eine neue Broschüre vor. Sie wurde als Hilfestellung für Akteure in der Gastronomie-Branche konzipiert, um Anmietungen von Räumen durch Rechtsextremisten zu verhindern.

» zum download der Broschüre
» Bremer Anzeiger vom 04.12.11

Jungenaktionstag

Jungenaktionstag

In einer Minute ein komplettes Bett beziehen? Schwierig, aber möglich! In 14 Disziplinen von Bügeln bis Tischtennis mussten die Jungs aus den VAJA-Cliquen am 15.10.11 gegen die Zeit antreten.

» zur Dia-Show im Straßen-Blog
» Weser Kurier vom 21.11.11
» Weser Report vom 30.11.11

Kurswechsel

"Kurswechsel"

Ein neues VAJA-Projekt richtet sich im Stadtteil Kattenturm an Jugendliche und junge Männer mit Migrationshintergrund im Alter von 18-24 Jahren. "Kurswechsel" ist am 01.10.11 gestartet, die Laufzeit beträgt drei Jahre.

» Pressemitteilung
» Weser Kurier vom 31.10.11

Gut getroffen

Gut getroffen

Morgens um 9:27h sind es "nur" Spielplätze und Parkanlagen. Abends um 17:53h sind es auch Treffpunkte für Bremer Jugendliche. 25 Cliquen haben sich an dem Fotoprojekt beteiligt. Jetzt liegt der Katalog vor.

» Fotokatalog als pdf

RaumVAHRt

raumVAHRt

Direkt nach dem BMX- und Skatercontest (siehe unten) geht es am 23.10.11 ab 18 Uhr weiter mit Graffiti, Streetart und einer Videoinstallation. Ort des Geschehens ist auch hier der Otto-Braun-Schulhof im Stadtteil Vahr.

» mehr Infos

Fachtagung Cyberwork

BMX- und Skatercontest

Im Rahmen eines Kunst- und Sportprojektes findet am 23.10.11 von 13-17 Uhr im Stadtteil Vahr auf dem ehemaligen Otto-Braun-Schulhof ein BMX- und Skatercontest statt. Unten findet ihr den Flyer und einen Zeitungsbericht dazu.

» Flyer
» Weser Kurier vom 31.10.11

VAJA Presse

VAJA in der Presse

"Streetworker haben eine neue Zentrale in der Altstadt"
Weser Kurier vom 19.10.11

» zum Artikel
» zum VAJA-Pressearchiv

Fachtagung Cyberwork

Fachtagung Cyberwork

Jugendliche sind online. Immer mehr, immer länger. Welche Chancen birgt das für die Jugendarbeit? Vom 28.-30.09.11 findet dazu eine Tagung in Bremen statt.

» mehr Infos im Tagungsflyer

Tag der Zivilcourage

Tag der Zivilcourage

Beim 1. Bremer Tag der Zivilcourage wartet am 19.09.11 ab 15 Uhr ein buntes Programm auf die Besucher. Mit dabei auf dem Marktplatz sind auch die VAJA-KollegInnen vom ProMeile-Team.

» Flyer inkl. Programm
» Pressemitteilung

VAJA zieht um!

VAJA zieht um!

Nach über 10 Jahren in der Bahnhofsvorstadt beziehen wir zum 01.09.11 unsere neuen Räumlichkeiten an der Schlachte. In direkter Nachbarschaft zu Radio Bremen und der Jugendherberge befinden wir uns ab sofort direkt an der Weser.

» Kontakt, Stadtplan, Anreise


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