Ausgehtipps
2012 gibt es VAJA seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass durften wir im Bremer Veranstaltungsmagazin MIX acht ausgewählte Ausgehtipps für Januar 2012 beisteuern. Also ab auf die Piste!
Aufsuchende Jugendarbeit in der Region Mitte/West
Das Regionalteam Mitte/West arbeitet aufsuchend und vernetzend in den fünf Bremer Stadtteilen Mitte, Östliche Vorstadt, Findorff, Walle und Gröpelingen. Die Arbeitsweise basiert auf den Grundsätzen der Akzeptierenden Jugendarbeit und auf dem Bremer Konzept für aufsuchende Jugendarbeit mit Cliquen und Szenen. Dieses wurde 1996 von der Bremischen Bürgerschaft mit dem Ziel verabschiedet, Regionalteams in allen vier Bremer Regionen zu initiieren.
Das Team besteht aus vier hauptamtlichen StraßensozialarbeiterInnen und zwei studentischen MitarbeiterInnen. Als vertiefende Angebote können in den Stadtteilen je nach Bedarfs- und Ressourcenlage zusätzliche cliquen- oder themenbezogene Projekte initiiert werden
Im Begleitgremium „Aufsuchende Jugendarbeit mit Cliquen in der Region Mitte/West“ treffen sich die StreetworkerInnen des Teams vierteljährlich mit MitarbeiterInnen des Amtes für Soziale Dienste (Sozialzentrumsleitungen, Referatsleitungen Junge Menschen, Jugendgerichtshilfe) und der Jugendeinrichtungen aus den Stadtteilen sowie VertreterInnen der Beiräte. Im Begleitgremium werden Informationen und Bedarfe der jeweiligen Stadtteile zusammengetragen und beraten, um die Arbeitsschwerpunkte gemeinsam festzulegen.
Ausgangspunkt der Arbeit ist die Kontaktaufnahme an den Treffpunkten der Jugendlichen. Zielgruppe sind informelle Cliquen und Szenen unterschiedlicher Nationalität und jugendkultureller Zugehörigkeit im Alter von 13 bis 21 Jahren. Treffpunkt kann z.B. die Straße, ein Spielplatz oder ein Einkaufszentrum sein. Die gemischtgeschlechtlichen Zweierteams begegnen den Jugendlichen in ihrer Lebenswelt. Etwaige Zugangsbarrieren und Hemmschwellen werden so reduziert, da sich die Jugendlichen auf vertrautem Terrain bewegen und so eher bereit sind, unterstützende Maßnahmen und Hilfen anzunehmen. Die Angebote des Teams sind flexibel und orientieren sich an den Bedürfnissen der jungen Menschen. Durch die lebensweltnahe und intensive Beziehungsarbeit werden die MitarbeiterInnen als Vertrauenspersonen von den Jugendlichen akzeptiert und als AnsprechpartnerInnen bei Problemen, Sorgen und Notlagen angenommen.
Ein verbindendes Merkmal der Jugendlichen ist, dass sie in ihren Stadtteilen über keinen oder nur geringen Zugang zu bestehenden institutionellen Angeboten verfügen und somit z.B. vergleichsweise schlechte Chancen auf Bildung oder Arbeit haben. Partizipation ist aber besonders im Hinblick auf eine positive Identitätsentwicklung dieser Jugendlichen dringend erforderlich. Im Rahmen langfristiger Beziehungsarbeit können die StreetworkerInnen gemeinsam mit den Jugendlichen eine (Re-)Integration in diese elementaren Lebensbereiche erwirken und so die Zugehörigkeit zu gesellschaftlich relevanten Teilsystemen wie Bildung, Arbeit oder Wohnen sichern.
Gerade im Bremer Westen leben viele Jugendliche mit Migrationshintergrund, deren Lebenssituation durch transkulturelle Erfahrungen wie z.B. Mehrsprachigkeit, differenzierte kulturelle Zugehörigkeiten und/oder transnationale Kontakte geprägt ist. Gleichzeitig bewegen sie sich in einem Spannungsfeld verschiedenster familiärer und gesellschaftlicher Anforderungen sowie kultureller und religiöser Unterschiede. Ihre besonderen (Vermittlungs-)Kompetenzen werden jedoch oftmals gar nicht oder zu wenig erkannt. Es ist also erforderlich, ihnen Anerkennung zu vermitteln, bzw. diese im Sinne wechselseitiger persönlicher Wertschätzung zu fördern, was ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Teams ist.
Weitere wichtige Elemente der Arbeit sind freizeitpädagogische, bewegungsorientierte und (jugend-)kulturelle Angebote sowie stadtteilübergreifende und interkulturelle Jugendbegegnungen. Im Fokus des Teams steht auch die geschlechtsspezifische Arbeit. So werden im Rahmen der Cliquenbegleitung spezifische Themen für Mädchen und Jungen bearbeitet, um z.B. tradierte Rollenbilder hinterfragen und reflektieren zu können.
Bei individuellen Problemlagen der Jugendlichen mit Familie, Schule, Ausbildung, Polizei etc. wird im Rahmen von Einzelfallhilfe gemeinsam nach adäquaten Lösungsstrategien gesucht. Innerhalb einer solchen Einzelfallhilfe oder als Teil der Cliquenbegleitung unterstützt das Regionalteam Mitte/West den Einzelnen oder die Clique durch Beratung, Unterstützung oder Begleitung zu anderen fachspezifischen Institutionen.
Das Regionalteam Mitte/West kooperiert stadtteilbezogen mit anderen Institutionen, Einrichtungen und Akteuren und kann auf langjährig etablierte Netzwerke anderer VAJA-Teams im Bereich Mitte (Pro Meile - Streetwork auf der Bremer Disco Meile, Team Subkultur) zurückgreifen. Diese Gemeinwesenarbeit dient den Teams als kommunikative Plattform für die Vermittlung der Bedürfnisse und Problemlagen von Jugendlichen in ihren Quartieren. Bestehende Ressourcen werden so vorteilhafter genutzt und Räumlichkeiten für Jugendliche (re-)aktiviert, um ihnen durch eine positive Lebensbewältigung soziale und berufliche Integration zu ermöglichen.
Kontakt:
VAJA e.V.
Regionalteam Mitte/West
Hinter der Mauer 9
28195 Bremen
Tel: 0421 / 76 266
Fax: 0421 / 76 252
Mail: mitte-west@vaja-bremen.de
» Die Infos zum Regionalteam Mitte/West als pdf
» Zu den Einträgen vom Regionalteam Mitte/West im Straßen-Blog
2012 gibt es VAJA seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass durften wir im Bremer Veranstaltungsmagazin MIX acht ausgewählte Ausgehtipps für Januar 2012 beisteuern. Also ab auf die Piste!
...und heute wünscht das VAJA-Kollegium allen, aber besonders den Bremer Jugendlichen, eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2012!
In einer Pressekonferenz am 02.12.11 stellten pro aktiv gegen rechts u.a. eine neue Broschüre vor. Sie wurde als Hilfestellung für Akteure in der Gastronomie-Branche konzipiert, um Anmietungen von Räumen durch Rechtsextremisten zu verhindern.
In einer Minute ein komplettes Bett beziehen? Schwierig, aber möglich! In 14 Disziplinen von Bügeln bis Tischtennis mussten die Jungs aus den VAJA-Cliquen am 15.10.11 gegen die Zeit antreten.
» zur Dia-Show im Straßen-Blog
» Weser Kurier vom 21.11.11
» Weser Report vom 30.11.11
Ein neues VAJA-Projekt richtet sich im Stadtteil Kattenturm an Jugendliche und junge Männer mit Migrationshintergrund im Alter von 18-24 Jahren. "Kurswechsel" ist am 01.10.11 gestartet, die Laufzeit beträgt drei Jahre.
Morgens um 9:27h sind es "nur" Spielplätze und Parkanlagen. Abends um 17:53h sind es auch Treffpunkte für Bremer Jugendliche. 25 Cliquen haben sich an dem Fotoprojekt beteiligt. Jetzt liegt der Katalog vor.
Direkt nach dem BMX- und Skatercontest (siehe unten) geht es am 23.10.11 ab 18 Uhr weiter mit Graffiti, Streetart und einer Videoinstallation. Ort des Geschehens ist auch hier der Otto-Braun-Schulhof im Stadtteil Vahr.
Im Rahmen eines Kunst- und Sportprojektes findet am 23.10.11 von 13-17 Uhr im Stadtteil Vahr auf dem ehemaligen Otto-Braun-Schulhof ein BMX- und Skatercontest statt. Unten findet ihr den Flyer und einen Zeitungsbericht dazu.
"Streetworker haben eine neue Zentrale in der Altstadt"
Weser Kurier vom 19.10.11
Jugendliche sind online. Immer mehr, immer länger. Welche Chancen birgt das für die Jugendarbeit? Vom 28.-30.09.11 findet dazu eine Tagung in Bremen statt.
Beim 1. Bremer Tag der Zivilcourage wartet am 19.09.11 ab 15 Uhr ein buntes Programm auf die Besucher. Mit dabei auf dem Marktplatz sind auch die VAJA-KollegInnen vom ProMeile-Team.
Nach über 10 Jahren in der Bahnhofsvorstadt beziehen wir zum 01.09.11 unsere neuen Räumlichkeiten an der Schlachte. In direkter Nachbarschaft zu Radio Bremen und der Jugendherberge befinden wir uns ab sofort direkt an der Weser.
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